Norwegen – Tag 3

In der Osterbo Fjellstove waren wir in dieser Nacht die einzigen Gäste. Das bedeutete, dass wir auch beim Frühstück die Einzigen waren. Das Buffet war grandios. Käse, Wurst, Schinken, Süßes, Müsli uvm. Für jeden war etwas dabei. Da wir an diesem Tag nur eine „Trainingsrunde“ mit unseren Schneeschuhen vorhatten, konnten wir uns Zeit lassen und das Frühstück ausführlich genießen. Dafür sorgte auch das sehr freundliche und aufmerksame Personal.

2015 - Frühstück Osterbo

2015 – Frühstück Osterbo

Gegen 11.00 Uhr waren wir dann doch bereit für unseren Tagesausflug zum Wasserfall Langedalen. Als wir der Chefin erzählten wo wir hinwollten, hatte Sie Zweifel, ob wir auf Grund der Schneeverhältnisse wirklich diese Tour machen sollten.

Mit Tagesrucksack und Schneeschuhen, machten wir uns direkt hinter dem Haus an den Aufstieg. Das war uns sehr Recht, denn schließlich wollten wir unbedingt mit den Schneeschuhen unsere ersten Gehversuche machen und an der Unterkunft (820 Höhenmeter) waren keine passenden Schneefelder zu finden.

Schon bald erreichten wir die ersten kleinen Schneefelder die weiter bergauf zu einer geschlossenen Schneedecke wurden und somit keinen Weg mehr erkennen ließen. Trotzdem wurden die Schneeschuhe von den Rucksäcken gelöst und unter die Schuhe gebunden.

2015 - Erste Schneeschuhversuche

2015 – Erste Schneeschuhversuche

Die ersten Meter waren noch etwas komisch zu laufen, aber schon nach einigen Minuten, waren die Vorzüge der Schneeschuh deutlich zu spüren. Kein Wegsacken in den tiefen Schnee, sondern einfach nur laufen. Doch schon bald, sollten wir an unsere Grenzen kommen. Denn wir mussten ja noch deutlich mehr Höhenmeter überwinden und zum Bergauflaufen waren entweder die Schneeschuhe nicht geeignet oder wir nicht geübt genug.

2015 - Bergauf mit Schneeschuhen

2015 – Bergauf mit Schneeschuhen

2015 - Auf großem Fuss bergauf

2015 – Auf großem Fuss bergauf

Mit einiger Anstrengung überwanden wir die nächsten Höhenmeter und konnten parallel am Hang laufen. Unberührter Schnee und die Sonne machten diese Tour für uns zu einem echten Highlight. Immer wieder bleiben wir stehen und genossen den tollen Ausblick.

Nach ungefähr drei Stunden war uns klar, dass wir die Wasserfälle nicht erreichen werden. Wir wussten nicht, ob wir richtig gelaufen waren und hatten geschätzt auch erst die Hälfte der Strecke hinter uns und so entschieden wir, an einem schönen Aussichtspunkt, eine ausgiebige Mittagspause zu machen und danach wieder den Rückweg anzutreten.

2015 - Stillleben im Schnee

2015 – Stillleben im Schnee

2015 - Mittagspause

2015 – Mittagspause

Mit den Schneeschuhen Bergauf zu Laufen ist eine Sache, aber Bergab ist noch einmal etwas ganz anderes. Erst Recht, nachdem wir den halben Inhalt unseres Flachmanns und die Biere geleert hatten. 🙂

Nach zahlreichen interessanten Hebel-, Dreh-, und Sturzfiguren kamen wir schließlich doch wieder heil an die Stelle, an der wir die Schneeschuhe angezogen hatten.

2015 - Balanceakt

2015 – Balanceakt

2015 - Schneekontakt

2015 – Schneekontakt

Von dort ging es ohne Schneeschuhe weiter hinab auf halbwegs festem Untergrund zurück bis zu unserer Unterkunft.

Gegen 17.00 Uhr waren wir zurück in der Fjellstove. Genau der richtige Zeitpunkt, um noch einmal ein Stündchen die Sauna zu nutzen. Oli und ich nutzten die Gelegenheit und anschließend machten wir uns unser MRE-Abendbrot heiß.
Nach dem Abendbrot gingen wir an die Bar und genossen endlich ein original heimisches Bier aus der Region. Ægir Bryggeri aus Flam. Mit 12,- € pro 0,5l Bier, das teuerste Bier, das wir je getrunken hatten. 🙁

Die letzten Tage konnten wir immer mit den Tagesrucksäcken laufen. Das sollte sich ändern. Die nächsten Tage konnten wir nicht abends zurück zum Auto. Deshalb packten wir unsere großen Rucksäcke für die nächsten Tage.

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