6. Tour – 2001 – Erzgebirge /Teil II

Am 8.Mai um 19.30 Uhr trafen wir uns zur Vorbesprechung für unsere zweite Fahrt ins Erzgebirge. Wir entschieden uns erneut für das Erzgebirge, da uns die Landschaft so gut gefallen hatte, dass wir sie auch Jörg zeigen wollten.

Alle sind gekommen, die auch dieses Jahr den Lockruf der Wildnis gehört haben. Thorsten, Oliver, Jörg und (Trommelwirbel) Schoko! Wir glaubten es kaum, aber die Tour im letzten Jahr hatte ihn nicht abgeschreckt. Die Trekktour war vom 24. bis 26. Mai (Himmelfahrt) geplant. Für dieses Jahr hatten wir uns zum Abschluss der Fahrt ein Highlight gesetzt. In Eibenstock gab es ein sehr schönes Schwimmbad mit Deutschlands schönster Saunalandschaft. Dort wollten wir es uns nach der Trekktour richtig gut gehen lassen.

Am 24.Mai fuhren wir in Thorstens Scenic dem Erzgebirge entgegen. Dies war die erste Tour, auf der wir Biene nicht mehr mitnehmen konnten. Die kleine alte Dame hatte leider schon letztes Jahr nicht mehr so viel Freude am Laufen, sodass wir sie lieber für diese und folgende Touren verschonten. Für Oli und Thorsten war es ein komisches Gefühl, ohne ihre treue Biene zu laufen, die sie auf allen Trekktouren begleitet hatte.

Der Wetterbericht versprach uns schönes Wetter. Doch die Realität sah anders aus. Je näher wir dem Erzgebirge kamen, desto schlechter wurde es. Abbrechen kam für uns aber nicht in Frage. So kamen wir auf die Idee, unsere Planung zu verändern.

The Trekker 2001

The Trekker 2001: Oli - Jörg - Thorsten - Schoko

Wir fuhren zuerst nach Eibenstock ins Schwimmbad am Bühl und starteten anschließend unsere Tour. Wie sich herausstellte, war diese Entscheidung genau richtig. Nach einem angenehmen Besuch der Bade- und Saunalandschaft wurde das Wetter am Nachmittag wirklich besser. Wir fuhren mit dem Auto noch weiter ins östliche Erzgebirge und Starten unsere Tour. Da wir ja zu fortgeschrittener Stunde erst los liefen, mussten wir uns schon bald ein Nachtlager suchen. Der Boden war noch immer feucht und wir trauten dem Wetter nicht so recht. Deshalb suchten wir nach einer geeigneten Schutzhütte oder Unterstand. Doch in allen Hütten, an denen wir vorbei kamen, war nicht genug Platz für uns vier.

Nachtlager

2001 - Nachtlager

Wir trenntenuns in zwei Gruppen. Jörg und Schoko blieben bei der erreichten Hütte und Oli und Thorsten gingen weiter zur nächsten, die laut Karte in ca. 2 km stehen sollte. Wir machten, zwei Handys an, für den Fall, dass die nächste Hütte groß genug für uns vier gewesen wäre und wir so die Beiden nachholen konnten. Siehe da, die nächste Hütte hatte Platz für vier.
Kurzerhand machten sich Jörg und Schoko auf den Weg uns zu folgen. Eine halbe Stunde später waren wir alle wieder vereint und richteten die Hütte für das Nachtlager ein. In aller Ruhe nahmen wir unser „opulentes“ Abendbrot ein. Als die Dunkeheit der Nacht über uns kam, krabbelten wir nach dem „Waschprogramm“ in unsere Schlafsäcke.

Mittagspause

2001 - Mittagspause

Der nächste Morgen empfing uns mit dem strahlendsten Sonnen-schein. Der heutige Marsch führte uns bis nach Oberwiesenthal ins Herz der Trainingsstätten des Wintersports. Auch im Sommer wird dort auf asphaltierten Strecken Skilanglauf auf Rollen trainiert. Dieser schwarze saubere Asphalt hatte sich in der Sonne so aufgewärmt, dass es sehr angenehm war auf ihm eine Essenspause einzulegen.

Schoko bergauf

2001 - Schoko bergauf

Das Wetter war traumhaft schön und so konnten wir gut gelaunt viele Kilometer Wanderweg ablaufen. Schoko hatte sich rechtzeitig neue Wanderschuhe gekauft und eingelaufen, sodass sich seine Blasenbildung verzögerte und deutlich besser als im Jahr zu vor war. Was aber nicht bedeutete, dass er mit dem Wandertempo aus konditionellen Gründen in Verbindung mit Fußproblemen immer Schritt halten konnte. Wir können uns noch an eine Situation erinnern, in der wir eine Anhöhe erreichten und uns umdrehten, um nach Schoko zu sehen. Wir sahen ihn nur von hinten! Unser erster Gedanke war: „Jetzt geht er zurück!!“ Aber nein, als wir genauer hinsahen, wurde uns klar, dass Schoko rückwärts den Hügel hinauf lief. Als er uns dann erreichte und unsere fragenden Gesichter sah, erklärte er uns, wenn er rückwärts bergauf läuft, würden die Blasen am Hacken nicht so schmerzen!

Logisch, oder!?

Schutzhütte

2001 - Schutzhütte Kuhbrückenweg

Am Nachmittag erreichten wir einen schönen Fichtenbestand mit einem unglaublichen Lichtspiel zwischen den Bäumen. Zu allem Luxus stand dann auch noch in exponierter Lage eine Schutzhütte mit Platz für vier müde Wanderer. Besser hätte es nicht kommen können. Unsere Herberge namens Schutzhütte „Am Kuhbrückenweg“ war groß und sauber. Die Suche nach Schutzhütten war nicht immer sehr leicht. Oftmals waren in den Karten Hütten eingezeichnet, die es in natura nicht mehr gab. Dafür fanden wir teilweise Hütten, die auf den Karten nicht eingezeichnet waren.

Abendbrot

2001 - Abendbrot

Nach einem gemütlichen Abendbrot hatten wir auch keine Schwierigkeiten, schnell in den Schlaf zu finden.

Mitten in der Nacht wurde Thorsten wach, weil ihn das am Abend getrunkene „Quellwasser“ drückte und er hörte, dass Oli vor der Hütte war. Also krabbelte er aus dem Schlafsack und gesellte sich zu ihm. Er hatte den gleichen Grund vor die Hütte zu gehen. Anschließend setzten wir uns noch einige Zeit vor die Hütte, da der Wald im Mondlicht eine tolle Atmosphäre ausstrahlte. Das sind Eindrücke, die man so schnell nicht wieder vergisst.

Nach dem Zusammenräumen und Frühstücken begann der letzte Abschnitt unserer Trekktour. Dieser verlief ohne nennenswerte Ereignisse und so erreichten wir in den Mittagsstunden wohlbehalten das Auto.

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