Tag 2 – Zeughaus

In der Nacht zog dicker Nebel auf, der sich bis in die frühen Morgenstunden bei Regen und 6°C hartnäckig hielt.
Oli wurde um 5:00 Uhr wach, entschied sich aber, sich bei dem Wetter einfach wieder umzudrehen und weiter zu dösen.
Thorsten und Jörg wurden gerade rechtzeitig wach, um Zeuge zu werden, wie der kalte feuchte Nebel nach oben aus dem Tal zog und Platz für die Sonne machte.
Ein traumhafter Ausblick, wie er kaum schöner aus einem Schlafsack sein konnte.
In der Boofe steckten alle anderen noch in ihren Schlafsäcken und so entschieden wir uns, unsere Sachen zusammenzupacken und uns einen gemütlichen und weniger windigen Platz für unser Frühstück zu suchen.
Nach dem Abstieg gingen wir zurück zum Zeughaus und von dort nahmen wir den steilen aber schönen Aufstieg zum Goldstein in Angriff.
Oben angekommen wurden wir von der Sonne begrüßt, und bei herrlichem Ausblick genossen wir unser Frühstück mit heißem Kaffee und Tee und dem Bundeswehrfrühstück. Dies bestand aus 6 Scheiben Brot aus der Dose, Marmelade, Leber-/ Bierwurst und Butterersatz.

2014 - Bundeswehr-Frühstück

2014 – Bundeswehr-Frühstück

2014 - Frühstück

2014 – Frühstück

Von dort folgten wir dem Roßsteig und dem Wurzelsteig bis zur „Heiligen Stiege“.
Über diese imposante Treppenanlage schleppten wir unsere Rucksäcke aufwärts.

2014 - Heilige Stiege

2014 – Heilige Stiege

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2014 – Heilige Stiege

Nach zahlreichen Treppen und Leitern machten wir am Carolafelsen unsere Mittagspause.
Kocher und Topf waren schnell ausgepackt und nach wenigen Minuten köchelte unser Cevapcici mit Reis. Es war zwar nicht gerade der ruhigste Rastplatz, aber dafür gab es zahlreiche interessante Wochenendtouristen zu sehen, die aus der „Wilden Hölle“ kamen oder dort hindurch gehen wollten. Das Hinweisschild „schwierig“ führte zu den unterschiedlichsten Diskussionen bei den vorbeikommenden Wanderern.

2014 - Mittag am Carolafelsen

2014 – Mittag am Carolafelsen

2014 - Einstieg Wilde Hölle

2014 – Einstieg Wilde Hölle

2014 - Wilde Hölle

2014 – Wilde Hölle

Auch unser Weg führte uns nach dem Mittagessen hinab durch die „Wilde Hölle“. Enge Felsspalten und kleinere Kletterpassagen verschönerten uns den Abstieg durch diese schroffen Felsformationen. Trotz unserer großen Rucksäcke kamen wir gut durch die teils engen Felsspalten.
Unten angekommen umrundeten wir die Affensteine und erreichten den Königsweg, über den es ein weiteres Mal wieder steil bergauf ging. 150 Höhenmeter weiter oben befanden wir uns am Frienstein. Aus früheren Zeiten kannten wir den Weg um eine steile Felsformation herum zur Idagrotte. Natürlich waren wir neugierig, ob sich dort viel verändert hatte. Gegen 18:00 Uhr standen wir in der Grotte und mussten feststellen, dass in den letzten Jahren einige Felsbrocken hinab auf dieses Felsplateau gestürzt sind. 🙁 Der Ausblick ins Tal war jedoch immer noch genauso schön, wie wir es in Erinnerung hatten.

2014 - Blick aus der Idagrotte

2014 – Blick aus der Idagrotte

Es war Abendbrotzeit, und da die Grotte im Schatten lag und ein kühles Lüftchen sein Übriges zur Ungemütlichkeit beitrug, gingen wir zurück auf die Sonnenseite und nahmen in den letzten wärmenden Sonnenstrahlen unser Abendbrot zu uns.

Beim Abstellen der Rucksäcke musste Oli feststellen, dass seine letzte Bierdose im Bodenfach des Rucksackes einen Riss bekommen hatte und das Bier fleißig in dieses Fach sprudelte.

2014 - Aufwärmen in der Sonne

2014 – Aufwärmen in der Sonne

Neben der Bierdose befanden sich in diesem Fach auch noch der Regenponcho und die Erste-Hilfe-Tasche. Zum Glück waren es Dinge, die leicht zu trocknen waren. Keiner von uns hatte so richtig Hunger und so aßen wir nur ein paar Kekse und teilten uns die letzten zwei Biere zu dritt. Als die Sonne verschwand, verschwanden auch wir von dieser Stelle und richteten unser Nachlager ein. Ohne Sonne wurde es kalt und ungemütlich, der einzige warme Ort war im Schlafsack. Gegen 22:00 Uhr kehrte Nachtruhe ein.

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