14. Tour – 2009 – Donautrekking

21.-25.05.2009

Tag 1:

Gruppenfoto 2009: Schoko - Thorsten - Jörg - Oli

Gruppenfoto 2009: Schoko - Thorsten - Jörg - Oli

Endlich wieder eine Herrentagstour!

Nicht nur das, nach 4 Jahren auch mal wieder eine Auslandstour.

Das Besondere an dieser Fahrt war, neben den schönen Touren, dass unsere Übernachtungen in luftiger Höhe statt fanden.

Unsere Unterkunft war eines von 5 Baumhäusern zwischen den Baumwipfeln im oberösterreichischen Sauwald bei Kopfing. Von dort aus fuhren wir zu unterschiedlichen Gebieten an der Donau, wo wir unsere täglichen Tourenetappen „absolvierten“.

2009 - Vorbereitungen...

2009 - Vorbereitungen...

Aber erst einmal mussten die über 600 Kilometer von Berlin nach Kopfing überwunden werden. Damit der erste Tag kein verschenkter Wandertag sein sollte, starteten wir um 5.00 Uhr bei Schoko in Zehlendorf. Erstes Ziel war das Haus am Strom in Jochenstein an der Donau genau an der österreichischen Grenze. Das nördliche Ufer der Donau gehört dort noch zu Deutschland und somit befindet sich auch Jochenstein noch in Deutschland. Das südliche Ufer befindet sich in Österreich.

Um 11.30 standen wir im strahlenden Sonnenschein auf dem Parkplatz vom Haus am Strom, 20 Kilometer östlich von Passau. In der folgenden halben Stunde präparierten wir uns für unsere erste Trekktour 2009 – die Rambachtalrunde.

2009 - Erster Aufstieg

2009 - Erster Aufstieg

 

 

Der Einstieg in diese erste dreistündigeTagesrunde war ein guter Anfang. Es ging stramm bergauf. Aber es lohnte sich. Nach den ersten 200 Höhenmetern kamen wir an die erste Rastbank. Diese wurde auch gleich für eine Bierpause genutzt. Eine Schokopause, also eine Pause, in der wir immer auf Schoko warten mussten, sollte es auf dieser Tour nicht mehr geben. Dafür tranken wir an diesem Tag, bei jeder Gelegenheit auf Schoko.

Der Grund war, dass Schoko sich als Fahrer zur Verfügung stellte. Denn wir mussten ja noch weiter zu unserer Unterkunft. Schoko verfolgte ganz strengend das Motto „Don´t drink and drive“ und so trank er wirklich keinen Alkohol. Für diese Abstinenz dankten wir Schoko bei jeder Trinkgelegenheit mit dem Spruch

„Danke für’s Fahren!“

2009 - Öhi-Hütte

2009 - Öhi-Hütte

Von dem erreichten Rastplatz hatten wir einen traumhaften Blick auf die sich durch das Tal schlängelnde Donau und das Stauwehr, an der unsere Tour startete. Nächstes Ziel war die Öhi-Hütte kurz vor der Ortschaft Riedl. Der Name klingt lustig und interessant, also weiter bergauf durch den Wald.

2009 - Fototermin an der Öhi-Hütte

2009 - Fototermin an der Öhi-Hütte

Vorbei an der Ruine Altjochenstein standen wir schon bald vor dem nächsten Etappenziel. Nach einer kurzen Fotopause an der Öhi-Hütte, liefen wir weiter zur Ortschaft Riedl. Bei Riedl hatten wir dann das Ende des Aufstiegs erreicht und befanden uns auf einem „Hochplateau“. Der weitere Verlauf der Tour war ein echtes Kinderspiel.

2009 - Rast

2009 - Rast

Unsere Pausen waren überlegt dosiert, da wir ja noch weiter fahren mussten. Nach der Ortschaft Krottenthal ging es dann wieder hinunter zur Donau.

2009 - Zurück an der Donau

2009 - Zurück an der Donau

An der Donau folgten wir der Straße zurück zum Haus am Strom. Während dieser letzten Etappe wurden wir dann noch zu „Natternrettern“. Auf dem warmen Asphalt der Straße lag eine Äskulapnatter und tankte die Restwärme auf. Kaum hatten wir die ungiftige symbolträchtige Natter von der Straße, rauschte auch schon ein Auto an uns vorbei.

Um 16.30 Uhr waren wir wieder zurück am Auto und ließen uns von unserem „Chauffeur“ zu unserem „Wolkenschloss“ in Österreich bringen.

2009 - Aufstieg geschafft

2009 - Aufstieg geschafft

45 Minuten später standen wir am Baumhotel in Kopfing und übernahmen den Schlüssel für das Baumhaus Nr. 3. Damit war aber der Inhalt des Kofferraumes noch nicht in unserem Baumhaus. Neben unseren Tagesrucksäcken hatten wir ja noch weiteres Gepäck dabei. Z.B. auch ein wenig Proviant in fester und flüssiger Form. Also schleppten wir das ganze Zeug den „gefühlten 100 Meter“ hohen Treppenturm nach oben. In Wirklichkeit waren es zwar nur 10 Meter, aber nach der ersten Tour und mit den schweren Sachen kam es uns deutlich höher vor.

2009 - Baumhäuser

2009 - Baumhäuser

 

Dafür wurden wir dann reichlich belohnt, als wir die Tür öffneten. Vor uns lag ein schon fast luxuriöses Ferienhaus. Gefliestes Duschbad, Küchenzeile mit Essecke, Wohnzimmerbereich, Schlafzimmer und eine weitere Schlafgalerie im 1.OG. Wie gesagt, Luxus pur.

Oli und Thorsten belegten das Schlafzimmer, und die Schlafgalerie im oberen Stock wurde von Jörg und Schoko belagert.

2009 - Sonnenbad

2009 - Sonnenbad

Sachen verstauen, duschen und ab zum Abendbrot in den Gasthof “Oachkatzl” am Fuße der Baumhäuser.

2009 - Lebenszeichen

2009 - Lebenszeichen

Um 18.00 Uhr saßen wir ganz entspannt auf der Terrasse und neben 4 großen Bier, die wir uns echt verdient hatten, bestellten wir zwei große Salat und zweimal Schni-Po (Schnitzel mit Pommes).

2009 - Baumkronenweg

2009 - Baumkronenweg

Das Baumkronenhotel ist aber nicht die einzige Attraktion an diesem Ort. Dort gibt es den über einen Kilometer langen Baumkronenweg zwischen den Wipfeln der Bäume. Neben zahlreichen Attraktionen in luftiger Höhe, gibt es dort auch einen 40 Meter hohen Aussichtsturm. Auf diesem komplett aus holzgebauten Turm hat man eine traumhafte Aussicht über den Sauwald.

2009 - Schwere Übung

2009 - Schwere Übung

Nach dem Abendbrot machten wir uns, mit „Proviant“ bestückt, auf Erkundungstour zum Turm. Der ebenfalls komplett aus Holz gebaute Weg schlängelte sich zwischen den Baumkronen hindurch. Bis der Turm nach fast einem Kilometer erreicht war, wurden uns noch einige sportliche Übungen abverlangt. Der Ausblick vom Turm war atemberaubend und so verweilten wir den Rest des Abends dort oben und genossen den Sonnenuntergang.

2009 - Auf dem Turm

2009 - Auf dem Turm

 

Um 21.30 machten wir uns an den Abstieg, denn am nächsten Tag wartete bereits schon das Naturschutzgebiet Rannatal auf uns.

 

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Tag 2:

Wir erwachten nach einer erholsamen Nacht in unserem Baumhaus und waren „planmäßig“ um 9.15 Uhr im Oachkatzl zum Frühstück. Leider nicht auf der Terrasse, denn es regnete. Wie auf all den anderen Touren ließen wir uns natürlich nicht davon beeindrucken und so fuhren wir, nach einem sehr schmackhaften Frühstück, um 11.30 in Richtung Rannatal ab.

2009 - Start an der Donau

2009 - Start an der Donau

Um 12.00 Uhr starteten wir an der Donau ins Rannatal in Richtung Rannatalsperre.

2009 - Ohne Worte ...

2009 - Ohne Worte ...

Der Regen hatte nachgelassen und die Wolken brachen langsam auf. Der Weg durchs Tal kreuzte den Bachlauf in zahlreichen Furten, auf denen wir die Ranna durchliefen. Wir hofften nur, dass die Rannatalsperre nicht gerade ihre Schotten öffnete, was die Überquerung der Furten mit Sicherheit sehr erschwert hätte.

Nicht umsonst stand ein Warnschild am Anfang des Tals, mit der Aufschrift „Achtung Wasserschwall“.

2009 - Sonnige Trinkpause

2009 - Sonnige Trinkpause

Schon nach kurzer Zeit schien die Sonne wieder und so konnten wir unsere erste Rast an einer der Furten in der Sonne genießen.

 

 

2009 - Ohne Worte ...

2009 - Ohne Worte ...

 

 

Nach ca. 6 Kilometern standen wir am Fuße der 45 Meter hohen Staumauer, die die Ranna auf 4 Kilometer aufstaute. Auf der anderen Seite befanden sich über 2 Millionen Kubikmeter Wasser, die auf ihren fast 4000 Meter langen Weg durch Stollen und Rohre bis zum Kraftwerk in Kramesau warteten. Über einen serpentinenförmigen Weg neben der Mauer schraubten wir uns hinauf auf den Kamm der Staumauer. Es hatte sich gelohnt. Auf der einen Seite der Blick steil hinab bis zum Fuße der Mauer und auf der anderen Seite der fast endlose Blick über den spiegelglatten Stausee.

Mit Sonne wäre das bestimmt noch schöner gewesen. Diese hatte sich zwischenzeitlich wieder hinter die Wolken verzogen. Aber sie ließ uns nicht im Stich und so konnten wir immer wieder Ihr Antlitz zwischendurch genießen. Ein ideales Wanderwetter.

2009 - Ankunft Staumauer

2009 - Ankunft Staumauer

 

2009 - Ganz schön hoch ...

2009 - Ganz schön hoch ...

 

2009 - Rannatalsperre

2009 - Rannatalsperre

Nach der Überquerung der Staumauer liefen wir auf dem westlichen Uferweg entlang des Sees.

2009 - Brücke über Stausee

2009 - Brücke über Stausee

Nach ca. 2 Kilometern befand sich eine Brücke, auf der wir den Stausee überqueren konnten. Auf dem Rückweg zur Staumauer stellt Thorsten bei einer Rast fest, dass er sich eine Zecke „eingefangen“ hat. Nach einer schnellen OP hieß es hoffen, dass er sich keine Borrelien eingefangen hatte. Gegen FSME sind wir natürlich alle geimpft. Laut Auskunft eines Experten dauert es wohl 24 – 72 Stunden, bis borreliosinfizierter Speichel der Zecke in die Haut eindringt. Vorausgesetzt diese Zecke hatte überhaupt Borrelien in sich (siehe Infoseite).

Das heißt, die Gefahr war sehr gering, dass Thorsten sich infiziert hatte. In den nächsten Stunden ließ er immer mal wieder einen Trekker auf die Bissstelle im Nacken schauen, ob sich die Rötung vergrößert oder verkleinert.

Die Rötung verkleinerte sich.

2009 - Wanderweg am Fallrohr

2009 - Wanderweg am Fallrohr

Unsere Wanderung führte uns vorbei an der Ortschaft Altenhof (inzwischen hatte sich das Wetter wieder geändert und wir liefen im schönsten Gewitter) und direkt entlang an den Fallrohren des Stausees erreichten wir nach einiger Zeit die Burgruine Falkenstein inklusive Wasserturm.

Bei der Erkundung der beiden Ruinen war es sehr hilfreich, dass wir eine Taschenlampe bei hatten. Gerade der Wasserturm wies vom Keller bis aufs „Dach“ sehr dunkle Räume auf. Was natürlich so eine Erkundung noch interessanter machte.

2009 - Burgruine Falkenstein

2009 - Burgruine Falkenstein

2009 - Ruine Wasserturm

2009 - Ruine Wasserturm

2009 - Feuersalamander

2009 - Feuersalamander

Auf dem Rückweg zum Auto gab es noch zwei kleine Besonderheiten zu sehen.
Zwei Feuersalamander kreuzten unsere Wege.

Gegen 18:00 Uhr erreichten wir das Auto und fuhren zurück zu unserem Baumhaus. Als wir um 19:00 Uhr beim Abendbrot saßen, gab es wieder eine Menge zu erzählen von der 17 Kilometer langen Tagestour durch das Rannatal. Nach dem Abendbrot machten wir uns erneut an den Aufstieg auf den Aussichtsturm, um bei einem schönen Sonnenuntergang und einigen „Tagesabschlußgetränken“ den Tag zu beenden. In unseren Betten im Baumhaus freuten wir uns schon auf die nächste Tour am folgen Tag.

 

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Tag 3:

Ein langer Tag stand bevor. Dennoch ließen wir es langsam angehen.

Um 10:15 Uhr saßen wir im Auto und machten uns auf den Weg nach Dorf. Vor uns lag der 20 Kilometer lange Donauschlingenweg über Obermühl und Niederkappel.

Um 11:00 Uhr brachen wir in der Ortschaft Dorf in Richtung Schlögener Donauschlinge auf. Erste Station war die Ruine Haichenbach.

2009 - Blick von der Ruine Haichenbach

2009 - Blick von der Ruine Haichenbach

Direkt in der Ruine wurde eine große stählerne Treppenkonstruktion aufgebaut, über die man den oberen Teil der Ruine erreichen konnte. Der Aufstieg wurde mit einem fantastischen Panoramablick belohnt. Zu beiden Seiten der Ruine war die Donau zusehen, wie sie sich zwischen den Hügeln über viele Jahrhunderte in die Landschaft eingeschnitten hatte.

 

2009 - The Trekker an der Donau

2009 - The Trekker an der Donau

Wir folgten dem Wanderweg in südöstlicher Richtung weiter auf dem Grad bis zur Prodelspitz. Von dort ging es steil bergab bis zur Ortschaft Au. Direkt auf der Uferstraße an der Donau marschierten wir in Richtung Grafenau. Nach ca. 2 Kilometern gingen wir über auf den deutlich interessanteren „Naturlehrpfad Donauschlinge“.

2009 - Naturlehrpfad Donauschlinge

2009 - Naturlehrpfad Donauschlinge

Dieser sehr empfehlenswerte, teilweise sehr schmale, 3,5 Kilometer lange Pfad führt direkt am Ufer entlang. Der Weg war teilweise eine echte Herausforderung, so „wildromatisch“ war er. Für geübte Wanderer, wie wir es ja sind, war der Weg gut zu meistern. Durch die zahlreichen Infotafeln und die beeindruckenden Ein- und Ausblicke sind die nächsten 1 ½ Stunden schnell vergangen.

Kurz vor einem Steinbruch erreichten wir wieder eine befestigte Straße und waren sehr überrascht, was wir dort sahen. Direkt vor uns lag eine Smaragdeidechse in der Sonne. Wahrscheinlich war es ihr auf dem schattigen Naturlehrpfad zu kühl und so wärmte sie sich dort auf den aufgeheizten Steinen.

2009 - Smaragdeidechse

2009 - Smaragdeidechse

Auf dem Weg weiter, vorbei an Grafenau bis nach Obermühl, sahen wir noch weitere Smaragdeidechsen, die durch Ihre kräftige Färbung ein echter Hingucker waren.

Bei Obermühl erreichten wir das Gasthaus Gierlingen, an dem wir schwer überlegten, ob wir dort einkehren sollten oder nicht. Wir entschieden uns direkt weiter zu gehen. Schließlich hatten wir ja genügend flüssigen Proviant bei.

40% an 16% Steigung

40% an 16% Steigung

Also nur einen „40%igen“ Schluck aus dem Flachmann und den 16%igen Aufstieg in Angriff genommen. Oben angekommen folgten wir dem Donauhöhenwanderweg bis nach Niederkappel. Von der Donau war nicht mehr viel zu sehen. Dafür führte und der Rundwanderweg durch leicht hügelige Landschaften mit Aussichten über die Felder.

2009 - Donaublickweg

2009 - Donaublickweg

Von Niederkappel ging es nach Weikersdorf und von dort weiter auf dem Donaublickweg, der seinen Namen zu Recht hatte. Nach 21,4 Kilometern standen wir um 18:30 Uhr an unserem Auto und fuhren zurück zum Baumhaus.

Um 19:00 Uhr saßen wir im Oachkatzl und ließen uns das Abendbrot schmecken.

Oli und Thorsten ließen es sich nicht nehmen, auch an diesem Abend den Aufstieg zum Aussichtsturm in Angriff zu nehmen. Jörg und Schoko wollten das gemütliche Baumhaus genießen und kletterten direkt hinauf. Nach einer Stunde folgten Oli und Thorsten ins Baumhaus. Auf der Terrasse wurde noch gemeinsam die Tour des nächsten Tages besprochen, bevor wir alle in unseren Betten verschwanden.

 

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Tag 4:

An diesem Tag wollten wir die Schlögener Donauschlinge einmal von der anderen Seite sehen, und so starteten wir gegen 10:30 Uhr unsere nächste Wanderung in Schlögen.

Vor uns lag der 15 Kilometer lange Haibacher Donauschlingenwanderweg. Vom Ufer der Donau ging es erst einmal stramm bergauf bis zum Schlögener Blick und weiter bis zum kleinen Steiner Felsen. Der Ausblick war erneut beeindruckend und wir nutzten die Pause für ein paar neue „Felsenfotos“ von uns.

2009 - Schoko: Blick auf Schlögener Donauschlinge

2009 - Schoko: Blick auf Schlögener Donauschlinge

2009 - Thorsten: Blick auf Schlögener Donauschlinge

2009 - Thorsten: Blick auf Schlögener Donauschlinge

2009 - Oli: Blick auf Schlögener Donauschlinge

2009 - Oli: Blick auf Schlögener Donauschlinge

2009 - Wegmarkierung

2009 - Wegmarkierung

Dem Höhenwanderweg folgten wir weiter bis zum großen Steiner Felsen an dem es langsam Zeit wurde unsere erste Bierpause einzulegen. Nebenbei machten wir dort auch noch ein paar „nette“ Felsenfotos von uns, bevor wir uns an den Abstieg in Richtung Inzell machten.

2009 - Großer Steiner Felsen

2009 - Großer Steiner Felsen

2009 - Blick vom Großen Steiner Felsen

2009 - Blick vom Großen Steiner Felsen

2009 - Abstieg nach Inzell

2009 - Abstieg nach Inzell

Für den Abstieg wählten wir den schmalen Steig steil hinab. Teilweise mussten wir durch Brennnesselfelder, die in kurzen Hosen schon eine echte Herausforderung waren.

Unten angekommen machten wir uns auf den Rückweg nach Schlögen.

Der Uferweg war gut ausgebaut (für unsere Verhältnisse viel zu gut) und so war der ca. 4 Kilometer lange Rückweg in einer Stunde absolviert.

Was tun mit dem angebrochenen Tag war nun die Frage.

Schließlich war es erst 15:00 Uhr und wir sind gerade erst 12,3 Kilometer gelaufen!

Bei der Tourvorbereitung haben wir eine Wanderung durch das Kleine Kößlbachtal mit einer Länge von 7 Kilometern gefunden. Oli hatte den Ergeiz unbedingt noch diese Tour zu machen. Wir anderen drei waren nicht sehr begeistert und wollten die Tour nicht mehr laufen. Oli bestand jedoch darauf diese Tour auch noch zu laufen – notfalls auch allein!

Wir könnten ja irgendwo auf ihn warten. Das hätte bedeutet, wir müssten uns 2-3 Stunden die Zeit vertreiben! War für uns natürlich nicht akzeptabel, den „kleinen bockigen Oli“ allein in die Welt gehen zu lassen. Was wäre denn, wenn er sich verläuft? Also fuhren wir mit ihm mit – es war ja auch sein Auto 🙁

In Waldkirchen liefen wir widerwillig mit und ließen keine Gelegenheit aus, Oli das auch wissen zu lassen :-).

Jörg, Schoko und Thorsten liefen also brav hinter Oli her und kümmerten sich nicht weiter um den Weg. Erst als wir über einen längeren Zeitraum keine Wegmarkierungen fanden, wollten wir dann doch von Oli wissen, ob er noch weiß wo es langgeht. Er wusste es zwar auch nicht und sagte nur „ aber die Richtung stimmt schon.“ War natürlich wieder eine gute Gelegenheit, unseren Unmut zu äußern.

Um die Sache hier abzukürzen: Wir sind zwar auch 7 Kilometer gelaufen, die aber nichts mit der eigentlich geplanten Runde zu tun hatte. Gegen 17:30 Uhr waren wir wieder zurück in Waldkirchen und die Gemüter hatten sich wieder beruhigt.

2009 - Tourende in Niederranna

2009 - Tourende in Niederranna

Auf der Autofahrt in Richtung Baumhaus sahen wir auf der anderen Donauseite, in der Ortschaft Niederranna, den Gasthof Drayler, der unmittelbar am Ufer der Donau einen schönen Biergarten hatte. Dass sich dort auch eine Autobrücke über der Donau befand, beschleunigte deutlich unsere Entscheidung, dort einzukehren. Schnell war ein gemütliches Plätzchen direkt am Wasser gefunden und bei Speis und Trank genossen wir den Blick auf die vorbei fahrenden Schiffe und Boote.

Nach unserer Rückfahrt ins Baumhaus war klar, dass wir für unser Tourabschlussbierchen und –weinchen noch ein letztes Mal den Aussichtsturm erklimmen mussten. Bei einem herrlichen Sonnenuntergang fand unsere Trekkertour 2009 dort oben einen krönenden Abschluss.

2009 - Aussichtsturm Baumkronenweg

2009 - Aussichtsturm Baumkronenweg

2009 - Letzter Abstieg vom Baumkronenweg

2009 - Letzter Abstieg vom Baumkronenweg

In den letzten 4 Tagen waren wir insgesamt 66 Kilometer bergauf und bergab über alle möglichen und unmöglichen Pfade und Wege längs der Donau gelaufen und deshalb hatten wir uns für den folgenden Tag einen entspannten Abschluss überlegt. Auf dem Rückweg nach Berlin würden wir unmittelbar hinter der Grenze nach Deutschland am Bäderdreieck vorbei kommen. Deshalb hatten wir für den 5. Tag einen Besuch in den heißen Quellen von Bad Füssing geplant.

 

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Tag 5:

Nach einem letzten guten Frühstück im Oachkatzl absolvierten wir die 55-minütige Fahrt nach Bad Füssing / Inn.

Oli, Thorsten und Jörg sind begeisterte Saunagänger, und Thorsten kannte von früheren Besuchen bereits den wunderbaren Saunahof an der Therme I. Schoko gab uns dreien frei (denn er ist nicht so begeistert vom Saunieren) und so verschwanden wir für drei Stunden in den „Schwitzbuden“ und dem heilenden Thermalwasser. Schoko erkundete die Ortschaft und um 14.00 saßen wir wieder alle zusammen in Olis Auto und fuhren der Heimat entgegen.

Auf der Fahrt machten wir uns schon Gedanken über unsere nächste Tour im Jahre 2010.

Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus.

Wir wollten mal wieder hoch hinaus. Unsere Grenzen testen und finden. Wie sich herausstellen sollte, fanden auch zwei von uns ihre Grenzen. Dazu aber mehr in der Tourbeschreibung 2010, wenn es wieder heißt:

Back to the boots!

 

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