The Trekker – Wandertouren

Wandertouren in Europa

24. Tour – 2019 – Deutsch-französischer Burgenweg (Dahner Felsenland)

Tag 1:

30. Mai 2019 Himmelfahrt! Unsere „Stammleser“ wissen was das bedeutet…. Genau – die Trekker sind wieder unterwegs!

Pünktlich um 5:00 starteten wir bei Schoko unsere fast 700 Kilometer lange Autofahrt quer durch Deutschland an die deutsch-französische Grenze im Dahner Felsenland. Dort soll der lohnenswerte Burgenweg liegen. Ist er wirklich lohnenswert? Das wollten wir herausbekommen.

6,5 Stunden später erreichten wir unsere Unterkunft, das Hotel Zur Wegelnburg in Schönau / Pfalz. Schönau liegt perfekt auf dem Rundweg des Deutsch-französischen Burgenweges und deshalb fiel Thorstens Wahl auf diesen Ort.

Unsere beiden Doppelzimmer waren bereits Bezugsfertig und so brachten wir unser Gepäck auf die Zimmer und Jörg kredenzte seinen obligatorischen Startsekt auf dem Balkon.

Startfoto 2019

Startfoto 2019

Nach dem Umtrunk, ging es los zur ersten Tour in diesem Jahr. Für den ersten Tag hatten wir uns wieder eine leichte kurze Tour ausgesucht. Der Dachs-Weg war mit seinen 9 km ein idealer Rundweg zum Einlaufen der Wanderschuhe. In der Ortsmitte machten wir unser obligatorisches Startfoto

und sahen oberhalb von Schönau unser erstes Etappenziel. Wir nahmen die 100 Höhenmeter auf den Zundelsberg ohne größere Probleme. Eine halbe Stunde später standen wir am Aussichtspunkt „Zundelsfels“ von dem aus wir einen guten Blick hinab auf Schönau hatten. Ein perfekter Platz für eine erste Bierpause.

Blick auf Schönau

Blick auf Schönau

Trekker über Schönau

Trekker über Schönau

Die nächsten Stunden folgten wir der Beschilderung des Dachs-Weges. Wir genossen es sehr, endlich wieder back to the boots in der Natur zu sein. Der Weg führte entspannt erst um den Zundelsberg und dann weiter hinüber zu den Hängen des Nestelberges. Nach ca. 4 Kilometern liefen wir ein weinig hinunter, um „An der Schanze“ hinüber zum Schanzberg zu wechseln, an dem es wieder bergauf ging. Einen Kilometer später erreichten wir gegen 16:00 die Burgruine Blumenstein.

Rastplatz

Rastplatz

Auf einem Felsvorsprung fanden wir ein gutes Plätzen für eine längere Rast.

Von dort ging es dann durch den Wengelsbacher Hals am Hang des Dachsberges entlang zurück nach Schönau.

Kurz vor dem Start dieser Tour in Schönau hatten wir vorsichtshalber im Landhaus „Mischler“ einen Tisch zu 18:00 reserviert. Kurz vor 18:00 trafen wir pünktlich dort ein. Die Wirtschaft war komplett ausgebucht und das Personal hatte alle Hände voll zu tun, die Gäste zufrieden zu stellen.

 

Nach der Stärkung gingen wir die letzten Meter zurück in unser Hotel und ließen den Tag in der Abendsonne und noch einem guten Tröpfchen ausklingen.

Auf dem Balkon

Auf dem Balkon

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Tag 2:

Um 7:00 war die Nacht zu Ende. Um 8:30 saßen wir zusammen beim Frühstück und stärkten uns für die 15km lange Tour, die vor uns lag.

Gegen 10:00 fuhren wir mit dem Auto zum 20 Minuten entfernten Götzenberg in Frankreich. Dort stellten wir das Auto ab. Wir hatten geplant, von dort auf dem Burgenweg durch das Dahner Felsenland zurück nach Schönau zu laufen und am nächsten Tag dem Rundweg weiter zu folgen, bis wir wieder zurück am Auto sein sollten.

Ohne Probleme fanden wir den Parkplatz und liefen von dort auf der westlichen Schleife zur ersten Burgruine – Chateau de Wasignstein.

Wir erklommen die Stufen hinauf und waren begeistert, soweit das Auge reichte war Wald zu sehen.

Aufstieg Klein Wasignstein

Aufstieg Klein Wasignstein

Klein Wasignstein

Klein Wasignstein

Aufstieg-Gross-Wasignstein

Aufstieg-Gross-Wasignstein

Gross-Wasignstein

Gross-Wasignstein

Weiter ging es auf dem Burgenweg in Richtung Obersteinbach. Der Weg schlängelte sich zum Teil auf schmalen Pfaden durch den Wald, bis wir die nächste Burgruine erreichten.

Vor uns lag das Chateau du Petit Arnsbourg.

Petit-Arnsbourg

Petit-Arnsbourg

Petit-Arnsbourg

Petit-Arnsbourg

Wachtfels

Wachtfels

Nach einer kurzen Besichtigung folgten wir weiter dem markierten Weg. Ca. 1 Stunde später standen wir auf dem Wachtfels, mit tiefen Einblicken nach Obersteinbach. Der Weg führte uns hinab in die Ortschaft, in der wir ein kurzes Stück auf der fast menschenleeren Hauptstraße liefen. Schon bald bogen wir nach rechts ab und es ging wieder bergauf. Vor uns lagen 100 Höhenmeter, die wir in gut 30 Minuten überwanden. Plötzlich befand sich mitten im Wald ein riesiger Fels. Ein beeindruckender Anblick war der Windsteinerfels.

Windsteinerfels

Windsteinerfels

Wir kamen auf einen schnurgerade verlaufenden Weg im Wald. Schon bald wurde uns durch die Grenzmarkierung klar, dass wir auf der deutsch-französischen Grenze liefen.

 

 

 

 

Auf dem Grenzweg

Auf dem Grenzweg

Grenzstein

Grenzstein

Bayrisch-Windstein

Bayrisch-Windstein

Nach einiger Zeit standen wir an einer eisernen Leiter, die uns auf den Bayrisch Windstein führte. Von dort oben hatten wir wieder einen unglaublichen Blick über den Wald bis zum Horizont.

Auf dem weiteren Weg, überquerten wir die Grenze nach Deutschland und ging ca. 30 Minuten entlang am großen Florenberg, bis es hinab ins Tal zum Florenberger Hals ging. Knapp 90 Höhenmeter nach unten, um auf der anderen Seite wieder knapp 100 Höhenmeter nach oben zu klettern. Eine Hängebrücke über das Tal wäre eine tolle Idee, kam mir in den Sinn, als wir uns wieder den Hang hinaufschraubten. Erst einmal parallel am Hang, bis zum letzten steileren Anstieg an diesem Tag. Die höchste Stelle dieser Tagestour war erreicht. Gegen 16:30 Uhr standen wir am Friedenskreuz in fast 500 Metern Höhe. Das hieß für uns, von jetzt an geht es fast nur noch bergab. So war es auch. Es ging bergab zur nächsten Burgruine. Nach über 6 Stunden erreichten wir die Burgruine Blumenstein. Eine für uns bereits bekannte Burgruine, da wir am Tag zuvor auf dem Dachs-Weg ebenfalls an diesen Ort kamen. Wir fanden auch den Felsvorsprung von unserer gestrigen Pause wieder und nutzten diesen erneut für eine letzte 30-Minütige Pause. Unsere Bierrationen waren gut eingeteilt und so gab es noch ein letztes Bier dort oben.

An der Kreuzung Wengelsbacher Hals teilten sich wieder der Dachs-Weg und der Burgenweg. Wir blieben auf dem Burgenweg und waren schon bald im Tal am Wengelsbach. Wenige Minuten später erreichten wir die Ortschaft Schönau und damit das Ende dieser Tagesetappe. Unser Abendbrot nahmen wir erneut im Landhaus „Mischler“.

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Tag 3:

Nachdem wir am Tag zuvor die westliche Schleife abgelaufen sind, stand uns an diesem Tag nun die östliche Schleife des deutsch-französischen Burgenweges bevor. Für die vor uns liegenden 19 Kilometer zurück zum Parkplatz, auf dem hoffentlich noch unser Auto unbeschadet stand, waren ohne Pause 6 Stunden geplant.

Happy Birthday, Thorsten

Happy Birthday, Thorsten

Es gab aber noch eine Besonderheit an diesem Tag. Thorsten hatte Geburtstag. So wurde ihm kurz vor 8.00 auf dem Balkon ein Geburtstagskuchen übergeben mit einer kleinen flüssigen „Aufmerksamkeit“.

Nach einem guten Frühstück waren wir gegen 9:30 wieder auf dem Burgenweg. Das Wetter war wieder traumhaft und die Wege interessant. Es war wirklich eine Freude, auf diesem Burgenweg unterwegs zu sein. Natürlich ging es erst einmal wieder gut bergauf. Knapp 300 Höhenmeter mussten wir erklimmen.

Schutzhuette

Schutzhuette

Vorbei am Schlüsselfels steuerten wir die Wegelnburg an. Unterwegs kamen wir an einer schönen Schutzhütte vorbei und wir beschlossen, auf Thorstens Geburtstag anzustoßen.

Als wir nach einigen Kilometern die Burg erreichten, war die Enttäuschung groß. Die Wegelnburg war eine einzige große Baustelle und für den Besucherverkehr gesperrt. Also blieb uns nichts Anderes übrig, als weiterzulaufen. Die nächste Burg war ja nur ca. 1 Kilometer entfernt.

Hohenbourg

Hohenbourg

Gut 20 Minuten später standen wir vor der Hohenbourg. Da hatten wir mehr Glück, diese konnten wir, zusammen mit den zahlreichen anderen Besuchern, erkunden.

Die nächste Burg sollte nicht lange auf sich warten lassen. Zumindest das was noch von Ihr übrig war.

Die Burgruine Löwenstein war auf zwei Sandsteinfelsen gebaut, die durch eine Schlucht getrennt sind. Zusehen war leider nicht mehr viel von dem Raubritternest. Diese drei Burgen standen zusammen auf dem Schlossberg, den wir nun verließen und weiter dem Burgenweg folgten. Schon lag die nächste Burg vor uns. Circa eine Stunde später erreichten wir die Burg Fleckenstein. Am Fuß des Berges, auf dem die Burg stand, ist ein Burgbauernhof, in dem auch ein kleines Bistro war.

Eine gute Gelegenheit für Thorsten eine Geburtstagsrunde Getränke auszugeben. Wir ergatterten einen schattigen Fleck im Gastgarten und tranken gemütlich unsere „Kaltschalen“. Schnell wurde uns klar, dass wir „Burg müde“ geworden sind. Keiner von uns hatte Lust auf den Aufstieg hoch zur Burg Fleckenstein.

Wir stellten zusätzlich fest, dass wir erst 9 Kilometer hinter uns hatten. Das war erst die Hälfte der Tagestour. Vor uns lagen noch einmal ca. 3 Stunden bis zum Auto. So hatten wir kein schlechtes Gewissen, dass wir diese Burg nicht erkundeten.

Der nächste Stopp sollte ein Erholungsstopp werden. Nach einem Kilometer lag der Etang de Fleckenstein vor uns. Ein kleiner Stausee, der als Badesee genutzt wurde. Für ein erfrischendes Bad nahmen wir uns sofort Zeit.

Badesee

Badesee

Wir suchten uns eine Bademöglichkeit und ab gings in die Badehosen. Das Bad war wirklich eine willkommene Erfrischung. Diese Erholungspause tat uns gut und so ging es 45 Minuten später frisch erholt weiter auf dem Burgenweg.

Unser nächstes Ziel war die Froensbourg. Die rudimentären Mauern konnte man über eiserne Treppen auf dem Felsen erreichen. Von oben war erneut ein fantastischer Ausblick. 

Treppen-Froensbourg

Treppen-Froensbourg

Aussicht-Froensbourg

Aussicht-Froensbourg

Diese Burg, die früher ebenfalls als Raubritternest diente, sollte die letzte Burg auf unserer Burgentour sein. Von dort ging es weiter durch schattige sattgrüne Wälder. Circa einen Kilometer vor unserem Ziel ragte erneut ein imposanter Fels zwischen den Bäumen hervor.

Zigeunerfels

Der Zigeunerfels. Er gab noch einmal ein gutes Fotomotiv ab.

Nach 9,5 Stunden dieser Tagestour erreichten wir tatsächlich gegen 19:00 den Parkplatz am Götzenberg. Voller Freude sahen wir unser unbeschädigtes Auto dort stehen und waren froh, nun mit dem Auto zurück nach Schönau zu fahren. Hinter uns lagen 19 aussichtsreiche Kilometer. Damit war von uns der Rundweg auf dem deutsch-französischen Burgenweg einmal komplett erwandert. Als wir zurück in Schönau waren, werdet Ihr nicht erraten, wo wir erneut essen gingen. 😉

Mischler

Mischler

 

 

 

 

 

 

 

Der vierte Tag unser diesjährigen Trekkertour galt dann nur noch der Rückfahrt quer durch Deutschland zurück nach Berlin. Das Dahner Felsenland war wirklich ein echtes Highlight und als Wandergebiet sehr zu empfehlen.

Nun noch einmal zurück zur Frage im ersten Absatz. Ist der Burgenweg wirklich lohnenswert?

Da sind wir Trekker uns alle einig. Ja, er ist absolut lohnenswert.

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